Jugendamtsskandale: Fall Kevin aus Bremen mit schweren Folgen

Jugendamtsskandale: 10 Jahre Kinderklau

Jugendamtsskandale: 10 Jahre Kinderklau
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Nach über 10 Jahren Erfahrung mit dem deutschen Kinderklau möchte ich die Gelegenheit nutzen, die gravierendsten Jugendamtsskandale in Erinnerung zu bringen und einen Blick auf auf die Entwicklungen in diesem Zeitraum zu werfen. Die Folgen diverser Jugendamtsskandale wie den um Kevin aus Bremen sind massiv und haben dazu geführt, dass heute noch mehr Kinder noch schneller von ihren Familien getrennt werden. Die Zahlen der Inobhutnahmen haben sich vervielfältigt und es hat den Anschein, als gäbe es proportional betrachtet immer weniger Rückführungen. 4 %. Außerdem will ich einen Blick darauf werfen, wie Eltern heute, 10 Jahre später, um ihre Kinder kämpfen und wie sich die Kinderklauszenerie verändert hat.

Zuerst will ich allen Betroffenen eins mit auf den Weg geben:

Wenn ihr wissen wollt, wie ihr eure Kinder zurückbekommt, dann schaut euch an, wie es die „alten Hasen“ gemacht haben

Die Grabenkämpfe, die derzeit unter euch stattfinden und die Angriffe gegen die „alten Hasen“ bewirken das Gegenteil dessen, was ihr erreichen wollt. Wir, die damals zusammengehalten haben tun das auch heute noch – 10 Jahre später.

Wir, die damals zusammengehalten hielten anstatt uns gegenseitig zu bekämpfen, haben fast alle unsere Kinder zurückgeholt!

Jugendamtsskandale 2005 bis 2015
Jugendamtsskandale 2005 bis 2015

Die größten Jugendamtsskandale 2005 bis 2015

Familie Erfurt Jugendamt Essen

Der für mich bewegendste und einer der gewichtigsten Jugendamtsskandale ist der um die beiden Jungs Mert und Cem Erfurt aus Essen. Vater Mikail und Mutter Filiz sind wichtige Freunde meiner Familie geworden und nach wie vor stehen wir in regem Kontakt. Uns verbindet nicht nur die gemeinsame Erfahrung der Kindeswegnahme, sondern auch die Tatsache, dass in unseren Fällen das gleiche Jugendamt beteiligt war. Seinerzeit wurde der Jugendamtsskandal unter http://www.muenchhausen-opfer.de/ dokumentiert. Ich hoffe nach wie vor auf die Rückkehr dieser Internetseite, die momentan nur im Archiv unter https://web.archive.org/web/20110806112025/http://www.muenchhausen-opfer.de/ nachgelesen werden. Pflichtlektüre für alle!

Medienpräsenz Familie Erfurt
Medienpräsenz Familie Erfurt

Mika und Filiz Erfurt bekamen ihre beiden Söhne zwar zurück, doch es war ein verdammt langer Weg und das Martyrium, dass diese Familie ertragen musste, sprengt jede Vorstellungskraft eines gesund denkenden Menschen. Die Medienpräsenz in diesem Fall war größer, als in in jedem der anderen Jugendamtsskandale. Auch Türkische Medien nahmen sich den Grausamkeiten an, für die das Jugendamt Essen in Verantwortung steht.

Kevin aus Bremen

Ein zweijähriger Junge wird unter den Augen des JA ermordet

Im Oktober 2006 ging eine Meldung durch die Medienlandschaft, die das deutsche Kinder- und Jugendhilfe-System verändern würde wie keine zweite. Dieser Fall würde künftig für alle Jugendamtsskandale die Begründung schlechthin sein, warum eine Inobhutnahme immer „gerechtfertigt“ ist.

Am 10. Oktober 2006 starb ein 2-jähriger Junge in Bremen. Kevins Leiche wurde im Kühlschrank des Vaters (sozialer Vater) aufgefunden. Der Leichnam wurde gefunden, als das Jugendamt Bremen ausrückte, um das Kind Inobhut zu nehmen. Zu spät. Dabei wußten die Behörden in Bremen schon seit der Schwangerschaft mit Kevin, dass er in eine problembehaftete Familie hineingeboren würde.

Das JA Bremen wußte um die Gefahr

Zu Kevins Lebzeiten durchlitt das Kleinkind eine unsägliche Qual nach der nächsten. Misshandlungen, Mangelversorgung, Unterernährung, Vater und Mutter drogenabhängig, alkoholabhängig und kriminell. Es gab viele Polizeieinsätze und ein Jugendamt, das so unfassbar fahrlässig eine Hilfe nach der nächsten in die Problemfamilie brachte, dass mir sich heute noch der Magen rumdreht. Eine umfangreiche Chronologie zu Kevins Martyrium auf der Seite von Orlowskis kann man unter dem Link nachlesen. Das gleiche Jugendamt produziert derzeit einer der nächsten Jugendamtsskandale, auf den ich weiter unten zu sprechen komme.

Kevins Tod wird missbraucht

Für mich ist es bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar, dass alle deutschen Jugendämter nach dem Tod von Kevin dazu geneigt waren, lieber einmal mehr wie einmal zu wenig ein Kind Inobhut zu nehmen. Welches JA hat schon Lust, einen der nächsten Jugendamtsskandale zu produzieren, bei dem ein Kinderleben ausgelöscht wird.

Fakt ist aber auch, dass unter der Obhut dann Kinder das Leben verlieren – und zwar in Heimen und Pflegefamilien. Zu Michelle Gloggnitzer, Lisa-Marie Haase und komme ich im Laufe des Artikels. Diese Namen stehen stellvertretend für alle Kinder und Eltern, die den Jugendamtseingriff nicht überlebt haben. Die Liste ist in den vergangenen 10 Jahren gewachsen.

„Die Staatsanwältin führte detailliert auf, welche eindeutigen Hinweise es gegeben habe, dass Kevin in Lebensgefahr sei – erst Recht nach dem Tod seiner Mutter. Hilflos sei er seinem unberechenbaren, gewalttätigen Ziehvater ausgeliefert gewesen …“

(http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fall-kevin-warum-sind-wir-im-stich-gelassen-worden-a-698827.html)

Die Angst vor Wiederholung als Grund für noch mehr Inobhutnahmen

Ich weigere mich deshalb zu akzeptieren, dass dieses Kleinkind aus Bremen und das grausame Handeln des Jugendamts Bremen dafür herhalten muss, dass über 1.600 deutsche Jugendämter Kinder einkassieren wie nichts. Unbescholtene Familien aus Geldgier oder auf „Verdacht“, falscher „Gutachten“ oder sonstigen haltlosen „Gründen“ atomisiert werden.  Die Herausnahme eines Kindes bedeutet immer für Kind/er und Eltern eine schwere Traumatisierung. Da kann man nichts mehr rückgängig machen, wenn nach Jahren festgestellt wird:

„Och, da haben wir damals falsch entschieden! Sorry!“

Kinder, Eltern und somit die Familie sind keine Puzzelstücke, die man beliebig zusammensetzen und auseinanderreißen kann, wie man lustig ist.

Es trifft immer wieder unbescholtene Familien

Meiner Meinung nach sind die meisten aller betroffenen Eltern keine schlechten Väter und Mütter und ein Großteil der Inobhutnahmen sind nichts weiter als ein lukratives Geschäft, um Heimplätze zu befüllen, kinderlose Personen mit einem Pflegekind zu beliefern und zig Berufsgruppen das Einkommen zu sichern.

Diese Meinung kann ich mir durchaus erlauben. In mehr als 10 Jahren habe ich sehr viele Familien kennengelernt und es sind wunderbare Freundschaften entstanden. Nicht selten gab es in dieser Zeit nach Jahren die offizielle Bestätigung, die „Inobhutnahme seinerzeit war ungerechtfertigt“. Es gab aber auch EINZELFÄLLE, bei denen ich dem Jugendamt bezüglich der Inobhutnahme bedingt Recht geben konnte.

Keine vorgeschalteten Hilfen in Jugendamtsskandalen

Der Fall Kevin zeigt aber auch: Deutsche Jugendämter haben massig Mittel, Hilfen in die Familien zu bringen. Unterm Strich heißt das, man kann HELFEN und muss nicht direkt Kinder aus ihrer Familie reißen. Noch dazu hat sich der Gesetzgeber sicher oder hoffentlich was dabei gedacht, als er SGB 8 schrieb. Es gäbe keine Jugendamtsskandale, wenn sich die deutschen Jugendämter daran halten würden. Kevin würde heute noch leben, hätte sich das Jugendamt Bremen ans Gesetz gehalten. Da wäre nämlich ein anderes Vorgehen zwingend gegeben gewesen.

Bei Kevin wurden massenhaft Hilfen gestellt, die nur halbherzig umgesetzt wurden und die zur Erkenntnis führten, dass auf diese Weise das Kind nicht geschützt werden kann. Also was machen die Jugendämter jetzt? Richtig. Das Gesetz aushebeln, gar nicht mehr in der Familie helfen, sondern direkt die Kinder einkassieren. Das lohnt sich schließlich auch in finanzieller Hinsicht. Eltern respektive Staat müssen die Fremdunterbringung zahlen. Und wenn dann in der Fremdunterbringung ein Kind ums Leben kommt, dann ist das Jugendamt fein raus, es waren ja die Pflegeeltern oder das Heimpersonal schuld. Dazu gehe ich gleich auf ein Beispiel (Pflegekind Chantal aus Hamburg) ein.

Einer der Jugendamtsskandale Die Akte Hoss
Einer der Jugendamtsskandale Die Akte Hoss

Die Akte Hoss – Jugendamt Vörde

Tja, Inobhutnahme damals ein Fehler – das war die Begründung, mit der nach fast 5 Jahren Dustin Hoss über das Oberlandesgericht Düsseldorf wieder nach Hause zu seiner Mama Sabine Tebruck kam. Leider ist auch diese Seite nicht wirklich gut gepflegt, doch zumindest über die Rückführung kann man nachlesen auf http://die-akte-hoss.de. Zuständig war das Jugendamt Vörde, das wohl auch gerade dabei ist, weitere Jugendamtsskandale zu produzieren.

Die Pflege“Mutti“ Claudia war von Mutter Natur nicht sonderlich beglückt. Mit eigenen Kindern klappte es nicht so. Also war das einstige Tageskind Dustin, das ihrem Mann sehr ähnlich sah, doch eine willkommene Einladung, sich diesen Kindes anzunehmen, als wäre es das eigene. Über 4,5 Jahre Willen brechen und die Hoffnung auf ein „sicheres Kind“. Pech, war wohl nix. In 2007 kam Dustin zur Mama zurück. Weil das Jugendamt Förde damals FALSCH gehandelt hat. So geschrieben im OLG Beschluss.

Mutter Petra Heller

Die Borreliose-Erkrankung der Mutter Petra Heller war der Grund, warum ein Jugendamt meinte, Mutter und Kind zu trennen. Ergebnis: Keine Rückführung, Mutter tot. Verstorben am 13.10.2013. Leider ist auch diese Internetseite nur noch im Archiv einsehbar. Ein toller Sohn, den ich ebenfalls kennenlernen durfte.

Mutter Petra Heller gegen das Jugendamt
Mutter Petra Heller gegen das Jugendamt

Kazim Görgülü – Adoption ohne Vaters Zustimmung

Nicht selten führen Trennungen der Eltern in Jugendamtsskandale. Ein solcher ist die deutsche Familienrechtsstreitigkeit um den Sohn von Kazim Görgülü. Die Eltern waren nicht verheiratet, die Mutter gab das Kind zur Adoption frei und der Papa wurde einfach um all seine Rechte gebracht. Fallverlauf bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Zusammenfassung bei Wikipedia.

Kinderklau Familie Conny Haase
Kinderklau Familie Conny Haase

Familie Conny und Josef Haase

Einer der bedeutsamsten Jugendamtsskandale ist der Fall der Familie Haase – verantwortlich die Jugendämter Münster und Steinfurt. Nachzulesen im Archiv. Am 11. Januar 2007 erfuhren Mutter Conny Haase und Vater Josef Haase, dass ihre Tochter Lisa-Marie Haase in Obhut der Pflegefamilie verstarb.

„Bis zum 7. Januar war Lisa bei mir und es ging ihr gut hier – bis dann die schlimmste Nachricht meines Lebens kam!! Für mich steht die Ursache eindeutig fest und auch, wer die Schuld an ihrem Tod trägt, aber niemand wird dafür zur Rechenschaft gezogen.“

Unvergessene Worte von Conny!

Lisa-Marie Haase
Lisa-Marie Haase

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilte die Bundesrepublik Deutschland. Das Jugendamt fand dasgut, weil man danach erfolgreich den Eltern eine Zahlungsaufforderung für die Beerdigungskosten schicken konnte.

Von mir ein herzliches Dankeschön an den Webmaster der ehemaligen Internetseite www.kinderklau.net – ein Freund in all den Jahren.

„Bekanntlich erkennt man am Widerstand, wie ernst man genommen wird.“

Diesen Widerstand hast du dir redlich verdient, mein Freund!

Michelle – Tod in der Pflegefamilie

Unvergessen bleiben mir Michelle Gloggnitzer, Peter Spitzer und seine Lebensgefährtin Hanna aus Steyr. Michelle, Halbwaise und trotzdem ein Sonnenschein. Vom Jugendamt Steyr vom Papa weggerissen und in eine Pflegefamilie verbracht. Damals dokumentiert unter http://www.vaterforum.at.tt. Diese Bilder sollen unvergessen bleiben. Und ja, ich werde den Namen der kleinen „Nobody“ immer wieder öffentlich nennen:

Dieses Sternenkind heißt Michelle Gloggnitzer!!!

Michelle Gloggnitzer Steyr
Michelle Gloggnitzer Steyr

Inobhutnahmen – unter dem Deckmantel Kinderschutz

Nach außenhin präsentieren die Jugendämter den Schutzbedarf der Kinder vor ihren Eltern. Klingt gut und rechtfertigt die massenhafte Inobhutnahme aus den Elternhäusern. Wer nicht selbst als Elternteil davon betroffen ist, findet das sogar richtig. Man weiß ja nicht, wie die Jugendämter mit unbescholtenen Familien oder solchen Familien umgehen, die lediglich etwas Unterstützung bräuchten. Bei allen mir bekannten Kindeswegnahmen zeigen sich gleiche Strukturen auf, die ein System aufzeigen, das nichts zu tun hat, mit dem was im Gesetz steht.

Die Suizidalitätsrate von Heimkindern und Pflegekindern ist hoch. In über 10 Jahren gab es viele kleine Schlagzeilen zu Fällen wie Chantal. Doch über den Tod inobhutgenommener Kinder gibt es keinen vergleichbaren Medienrummel, wie bei Kevin, der im Elternhaus ums Leben kam. Eins dieser Kinder ist das Pflegekind Chantal, das in Obhut der Pflegeeltern sein Leben verlor. Einer der bekannteren Jugendamtsskandale, der aufzeigt, dass es einen Schutz für Kinder nicht gibt.

Lisa-Marie Haase, Michelle Gloggnitzer und das Pflegekind Chantal verloren in Pflegefamilien das Leben – nicht bei ihren Eltern.

Pflegekind Chantal

Wie viele Kinder sterben jährlich unter der Hand eines deutschen Jugendamtes? Warum schaut dort niemand hin? Das verantwortliche Jugendamt gab Chantal in eine Pflegefamilie. Pflegevater und Pflegemutter waren im Methadonprogramm und wurden substituiert. Als das Pflegekind Chantal erkrankte, verabreichten ihr die Pflegeeltern Methadon und erlitt in der Folge einen grausamen Tod. Lesen Sie den Bericht im Spiegel.

„Aufgabe des Verfahrens war nicht, das Fehlverhalten des Jugendamts zu prüfen“, betonte Richter Göbel in seiner Urteilsbegründung. Das Ermittlungsverfahren gegen sechs Mitarbeiter der Behörde sowie einen Mitarbeiter eines freien Trägers war eingestellt worden.“

Da fragt man sich schon: Hat das Jugendamt uneingeschränkte Narrenfreiheit? Kinder bei den Eltern rausreißen, um sie dorthin zu bringen, wo sie

  • verwahrlosen
  • misshandelt
  • missbraucht
  • um ihre Chancen gebracht
  • und umgebracht werden?

Warum wird über diese Jugendamtsskandale wie Chantal, Lisa-Marie Haase, Michelle Gloggnitzer, Dustin Hoss, Petra Heller und wie sie alle heißen nicht in gleichem Maße öffentlich berichtet, wie über Kevin aus Bremen?

Jugendamt Bremen: Welche Folgen hat Kevins Tod?

Nach Kevin stiegen die Zahlen der Inobhutnahmen rasant. Ohne die genauen Statistiken herauszusuchen, haben sich in 10 Jahren die Kindeswegnahmen durch deutsche Jugendämter etwa verdoppelt. Dabei ist längst bekannt, dass knapp 95 % aller Gutachten falsch sind und Einsätze des Jugendamts zur einem sehr hohen Prozentsatz unberechtigt sind.

Die deutsche Jugendhilfe ist ein gut florierendes Geschäft mit einem zig Milliarden schweren Umsatz und es ist ein Geschäft, der nach Kevins Tod in Bremen massiv ausgebaut wurde. Selbstverständlich gibt es Familien, vor denen Kinder geschützt werden müssen. Es fällt auf, dass genau diese Kinder oft nicht in eine schützende Inobhutnahme gebracht werden, sondern vor allem ungefährdete Kinder. Einer der jüngeren Jugendamtskandale, wo daran kein Zweifel besteht ist die Wegnahme des Sohnes von Florian Orlowski.

Jugendamtsskandal Florian Orlowski aus Bremen

Das Kind kam im Juni 2014 auf die Welt. Die Mutter hatte den Babyblues. Sie war noch mit dem Ehemann verheiratet, der nicht der leibliche sondern der rechtliche Kindsvater ist. Das Jugendamt Bremen nahm Mutter und Kind in Obhut, anstatt den leiblichen Vater Florian Orlowski sein Kind versorgen und erziehen zu lassen. Der hätte jede erdenkliche Hilfe von seinen Eltern, um das Kind vernünftig und liebevoll zu versorgen. Das Kind wäre in ordentliche Verhältnisse und in seine Familie gekommen. Florian und seine Eltern sind studiert und haben einen vorbildlichen Lebenswandel. Die Oma ist pensionierte Lehrerin. Das Jugendamt Bremen räumt selbst ein, das Kind sei dort gut versorgt. Gründe, warum die Orlowskis sich nicht um das Kind kümmern dürfen gibt es nicht. Nachzulesen auf http://bremen25.de.

Über den Fall berichten inzwischen auch die Medien. Hier ein Artikel in der TAZ. Was da abgeht, passt auf keine Kuhhaut und zeigt in aller Deutlichkeit, wie irrsinnig die deutsche Jugendhilfe abläuft.

Können sich Familien überhaupt wehren?

Nur 4 % Rückführungen

Von allen inobhutgenommenen Kindern werden lediglich 4 % ins Elternhaus zurückgeführt. Die Statistiken widersprechen sich allesamt und es hat mehr als nur den Anschein, dass die Bürger absichtlich hinters Licht geführt werden. Vor vielen Jahren habe ich gelesen, dass die Suizidalitätsrate von Pflegekindern und Heimkindern weitaus höher ist als die von Kindern, die nichts mit dem Jugendamt zu tun haben. Nach wie vor habe ich viele Kontakte zu Heimkindern der 1950er, 1960er und 1970er Jahre. Sie wurden damals systematisch ausgebeutet, misshandelt, missbraucht. Es dauerte über 50 Jahre, bis die BRD sich dafür verantworten und Schadensersatz leisten musste. Lächerlich und verabscheuenswürdig. Die Leben der betroffenen Heimkinder sind zerstört auf Lebzeiten.

Der Rechtsweg dauert Jahre – die Familie ist zerstört

Heute betroffene Eltern werden allseits auf den Gerichtsweg verwiesen, wenn es darum geht, sich gegen Kinderklau zu wehren. Der Weg durch die Instanzen dauert Jahre. Die Familien Haase, Erfurt, Tebruck und viele andere zeigen dies deutlich auf. Wer sich lange genug wehrt, bekommt nach etlichen Jahren die Kinder zurück und oft wird im letzten Gerichtsbeschluss festgestellt, die Inobhutnahme damals war ein Irrtum.

Die Jugendämter rückend die Kinder wieder raus und die Eltern können zusehen, wie sie mit dem, was passierte, klar kommen. Finanziell ruiniert, die Kinder traumatisiert und nicht fähig, ein eigenständiges Leben zu führen und das Leben der Väter und Mütter hat keinerlei Lebensqualität mehr.

In meinem Fall kam das Jugendamt nach Jahren zur Erkenntnis:

„Es ist gar nicht Frage, ob man das Kind vor der Mutter schützen muss. Vielmehr muss überlegt werden, ob man die Familie nicht vor dem Kind schützen muss!“

Wer sich wehrt ist sowieso nicht erziehungsgeeignet

Mit Verweis auf den Kinderklaufall Orlowski in Bremen möchte ich noch erwähnen, dass Eltern, die sich wehren, als Querulanten abgestempelt werden. Dadurch, dass Vater oder Mutter sich nicht mit der ungerechtfertigten Inobhutnahme und den typischen Behandlungsweisen einverstanden erklären, wird ihnen auch noch der Strick gedreht, um die Inobhutnahme im Nachhinein zu rechtfertigen. Indem man „uneinsichtig“ ist, „beweist“ man, dass man nicht in der Lage ist, das „Beste für das Kind“ zu wollen. Das Beste ist in dem Fall die Fremderziehung. Selbst dann, wenn sie endet wie für Michelle Gloggnitzer, Lisa-Marie Haase usw.

In eigener Sache meinte das Kinder- und Jugenddorf Klinge aus Seckach, mich unter Androhung dieser Abmahnung zum Schweigen bringen zu können. Viele Eltern knicken durch solche Drohungen ein und verlieren ihre Kinder dauerhaft an dieses irre System. Väter, Mütter und Kinder werden durch Aussetzung der Umgänge gefügig gemacht und in Schach gehalten. Mütter wie Sabine Tebruck haben sich von diesen Drohungen nicht in die Knie zwingen lassen. Die meisten knicken aber ein. Jede Stadt schafft es so, all die vielen Jugendamtsskandale unter dem Tisch zu halten, weil liebende Eltern niemals den Kontakt zu ihren inobhutgenommenen Kindern riskieren wollen. Doch genau diese Angst ist es, warum lediglich 4 Prozent aller Kinder überhaupt nur zurückgeführt werden.

Eltern, wehrt euch richtig!

Als Vater und Mutter darf man nicht schweigen, sonst unterstützt man zwangsläufig das abartige System, das nach Kevin aus Bremen kontinuierlich ausgebaut wurde und wird. Eltern, wehrt euch, macht die Jugendamtsskandale öffentlich und lasst euch den Mund nicht verbieten! Lasst euch nicht mit ein paar Stunden Umgang im Monat erpressen, sondern schafft eine vernünftige Öffentlichkeitsarbeit außerhalb von Facebook, damit jeder über euren Fall lesen könnt.

Viele von uns haben sich aus verschiedenen Gründen zurückgezogen und leisten keine Hilfe mehr.

Würden sich genug Eltern richtig wehren, gäbe es bald keine Jugendamtsskandale mehr und die Jugendämter würden sich endlich um Kinder wie Alessio kümmern, der gravierende Parallelen zum Fall Kevin aus Bremen aufweist.

Solche Fälle werfen die Frage auf, ob es das Ziel ist, alle Menschen unter staatliche Betreuung zu stellen. Die Betreuung, Versorgung und Pflege durch Familienangehörige wird abgeschafft:

„In Deutschland steigt der Anteil der Berufsbetreuungen deutlich an, während Familienangehörige und ehrenamtliche Betreuer immer mehr an Bedeutung verlieren.“

Wer jetzt noch nicht verstanden hat, wie das dreckige Geschäft mit dem Kindeswohl läuft, kann sich dieses Video aus April 2015 anschauen. Ein Kind ist eine Handelsware und es geht überhaupt nicht um das Kindeswohl.

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11 Comments - Write a Comment

  1. Hallo, es stimmt was sie schreiben und es ist eine Schande was da passiert. Aber es ist nicht so, dass alle Pflegeeltern schlecht sind, im Gegenteil. Unser Pflegekind entwickelt sich sehr gut bei uns und wir kämpfen für den Kleinen. Weil wir uns für das Wohl unseres Pflegekindes einsetzen, auch gegen das Jugendamt, werden auch wir von denen schikaniert, drangsaliert, genötigt usw.! Auch engagierte Pflegeeltern sind dem Jugendamt ausgeliefert. Schikanen finden auf allen Ebenen statt! Ich hoffe dies hat bald ein Ende!

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  2. Ich kann kein Video sehen.
    Wäre jemand bereit mir und meinen Kindern zu helfen?
    Ich und Kinder haben seit 31 Monaten kein Lebenszeichen und wir seit 5 1/2 Jahren keinen Kontakt. Das Jugendamt Saarbrücken ist untätig.

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  3. Es ist in der Realität noch viel schlimmer als es hier beschrieben wird.
    Das lohnende Geschäft mit den Schwächsten in der Gesellschaft floriert wie nie zuvor.
    Der organisierte Kinderklau hat Deutschland längst an den Rand der Rechtsstaatlichkeit gebracht und führt schleichend in eine Sackgasse, die heute als Solche nicht erkannt werden soll. Es geschieht 40000 mal im Jahr unter dem Deckmantel der Fürsorge.
    Der moralische Verfall jener Berufsgruppen, welche ihr Dasein damit finanzieren ist erschreckend.
    Es sind eure Bekannten und eure Nachbarn die ihren Lebensstil auf diese schmutzige Weise finanzieren und sich selbst als helfende Helden darstellen.
    Das mafiöse System bei dem korrupte Richter, handverlesene Gutachter, narzistisch veranlagte Jugendamtmitarbeiter und ein Helferapparat, der diesen Namen nicht ansatzweise verdient, ist auf Wachstumskurs.
    Die Politik ebnet den Weg durch Gesätzesänderungen und verschafft einer Institution die in der Gesellschaft längst als Kinderklaibehörde verschrien ist uneingeschränkte Handlungsfähigkeit.
    Kinder sind zur Handelsware verkommen und die Kinderklaubehörde geht bei ihren Streifzügen zunehmend willkürlich vor um die begehrten Heimplätze aufzustocken.
    Trotz der Tatsache, dass über deutschen Kommunen längst der Pleitegeier kreist werden fürstliche Leistungen bis 6000,- Euro monatlich für jedes Heimkind an den Betreiber gezahlt.
    Der Vergleich mit den staatlichen Leistungen für eine arbeitslose, alleinerziehende Kindesmutter ist hier durchaus angebracht.
    Medien ist längst ein Maulkorb verpasst oder die einseitige Berichterstattung erfolgt in Linientreue zum herrschenden System..
    Schaut ruhig noch länger weg. Es wird nicht mehr lange dauern, dann sind eure Kinder oder Enkel auch dran.

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    1. Ja, es ist weitaus schlimmer. Inzwischen munkelt man Zahlen wie etwa 80.000 betroffene Familien. Das ist eine Steigerung von 400 % oder mehr – innerhalb von 10 Jahren. Aber es müssen noch mehr werden, bevor die retardierte Gesellschaft endlich mal aus dem Koma erwacht. Zu spät ist es bereits jetzt. Ja, auch ich könnte ganz locker noch mehr an Menschenrechtsverbrechen schreiben!

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  4. Die Vereinten Nationen werden gegen Jugendämter und Familiengerichte ermitteln. Am 9. Oktober bekam unsere UN Korrespondentin Beate Kelly die lang ersehnte Nachricht von UN Generalsekretär Ban Ki-Moon !

    THE HUMANS – The INTERNATIONAL ASSOCIATION OF HUMAN RIGHTS DEFENDERS wurde ins Leben gerufen um die Weltweite Wahrung der Menschenrechte insbesondere die von Familien sicher zu stellen. Seit Mai 2016 erarbeiten wir in zusammenarbeit mit Wissenschaftlern, den Vereinten Nationen und dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag Konzepte und Strategieen um von Wilkür durch Staatliche Organe betroffene Eltern und Kinder zu schützen.

    Mehr Informationen zu uns und userer Arbeit auf Archeviva
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    Betroffene Können Sich in unserer Meldestelle Registrieren um in extrem Fällen schutz durch die Vereinten Nationen zu erhalten

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    In Kürze geht unsere neue Internetpräsenz online
    THE HUMANS – The INTERNATIONAL ASSOCIATION OF HUMAN RIGHTS DEFENDERS
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    1. Wer Hoffnung in IRGENDEINE Orga steckt, hat noch längst nicht begriffen, warum es den Kinderklau gibt und wer romposaunt, das irgendeine Institution sich um die Fälle schert, ist nicht ernstzunehmend.

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  5. Auch ich suche Hilfe aber wie gesagt es gibt so wenige wo ihre Kinder zurück haben und weiter helfen das auch die anderen Kinder wider heim dürfen kann mir den keiner bisschen helfen weis nach bald funf Jahren nicht mehr weiter Kinder wollen heim sind getrennt wer mir helfen kann kann sich melden danke euch

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